60 km/h zu schnell innerorts: Bußgeld, Fahrverbot und Ihre Rechte im Überblick
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60 km/h zu schnell innerorts bedeutet nach dem Bußgeldkatalog 2026: 560 € Bußgeld, 2 Punkte und 2 Monate Fahrverbot. In Kombination mit möglichen strafrechtlichen Folgen nach § 315d StGB („Einzelraser") ist dies einer der schwerwiegendsten Geschwindigkeitsverstöße innerhalb geschlossener Ortschaften.
Dieser Ratgeber zeigt, was bei einem solchen Bescheid zu tun ist, welche Gefahren bestehen und wie ein spezialisierter Fachanwalt die Verteidigung strukturieren kann.
💡 Das Wichtigste in Kürze
• Bußgeld: 560 Euro plus Verwaltungsgebühren bei 60 km/h zu schnell innerorts• Punkte: 2 Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg
• Fahrverbot: 2 Monate zwingend vorgeschrieben, keine Umwandlung in Geldstrafe möglich
• Vorsatzvermutung: Bei 90% Geschwindigkeitsüberschreitung droht Verdoppelung des Bußgeldes auf 1.120 Euro
• Einspruchschancen: 85% aller Bußgeldbescheide enthalten Fehler – professionelle Prüfung lohnt sich
"Angesichts stetig steigender Bußgelder lohnt es sich, Bußgeldbescheide nicht einfach hinzunehmen. Jede Sanktion muss rechtlich sauber begründet sein und genau da setzen wir an."
Bußgeld für 60 km/h zu schnell innerorts (2026)
Die Sanktion beträgt 560 € + 2 Punkte + 2 Monate Fahrverbot. Bei 50 km/h Tempolimit bedeutet das eine gemessene Geschwindigkeit von 113 km/h (nach Toleranzabzug).
| Überschreitung | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| bis 10 km/h | 30 € | – | – |
| 11 – 15 km/h | 50 € | – | – |
| 16 – 20 km/h | 70 € | – | – |
| 21 – 25 km/h | 115 € | 1 | – |
| 26 – 30 km/h | 180 € | 1 | ggf. Wiederhol. |
| 31 – 40 km/h | 260 € | 2 | 1 Monat |
| 41 – 50 km/h | 400 € | 2 | 1 Monat |
| 51 – 60 km/h | 560 € | 2 | 2 Monate |
| 61 – 70 km/h | 700 € | 2 | 3 Monate |
| über 70 km/h | 800 € | 2 | 3 Monate |
Wichtiger Hinweis zur Toleranz: Bei Geschwindigkeitsmessungen werden grundsätzlich 3 km/h bei Tempi bis 100 km/h bzw. 3 % bei Tempi über 100 km/h von der gemessenen Geschwindigkeit abgezogen. Die in den Tabellen genannten Werte beziehen sich bereits auf die Geschwindigkeit nach Abzug dieser Toleranz.
Strafrechtliche Risiken
Ab 60 km/h innerorts wächst die Gefahr eines Strafverfahrens wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens (§ 315d Abs. 1 Nr. 3 StGB). Voraussetzungen:
- Grob verkehrswidrige und rücksichtslose Fahrweise
- Absicht, die höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen
- Konkrete Gefährdung ist nicht erforderlich
Strafrahmen: Freiheitsstrafe bis 2 Jahre oder Geldstrafe, bei Gefährdung/Unfall bis zu 5 Jahren, bei Todesfolge bis 10 Jahre. Zusätzlich: Einziehung des Fahrzeugs möglich (§ 315f StGB).
Fahrverbot: 2 Monate
- Dauer: 60 Kalendertage
- Bei Ersttätern: 4-Monats-Wahlfrist nach § 25 Abs. 2a StVG
- Umwandlung in erhöhte Geldbuße nur in seltenen Ausnahmefällen
Strategien bei der Verteidigung
- Messungsprüfung: knapp unter 60 km/h Überschreitung würde die Kategorie verändern
- Sachverständigengutachten bei Zweifeln an Messgenauigkeit
- Prüfung Strafverfahren vs. OWi: Bei Anklage nach § 315d weitere Verteidigungsstrategie
- Fahreridentifikation bei Nachfahrmessung
- Verfahrensfehler: Rechtsbehelfsbelehrung, Zustellung, Formalien
MPU-Risiko
Bei erheblichen Verstößen im Grenzbereich zur Straftat kann die Führerscheinstelle nach § 11 FeV eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) anordnen – auch wenn keine 8 Punkte erreicht sind. Die MPU-Wahrscheinlichkeit steigt bei wiederholten Verstößen oder strafrechtlich relevanten Konstellationen.
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60 km/h zu schnell innerorts gehört in die höchste Sanktionsstufe der Ordnungswidrigkeiten – 560 €, 2 Punkte, 2 Monate Fahrverbot. Zusätzlich droht die Einleitung eines Strafverfahrens nach § 315d StGB. Wer einen solchen Bescheid erhält, sollte umgehend einen Fachanwalt einschalten, um sowohl die OWi-Verteidigung als auch eine mögliche strafrechtliche Dimension zu bearbeiten. Rechtsschutzversicherung deckt die Anwaltskosten in der Regel. Die kostenlose Ersteinschätzung über bussgeldcheck.org zeigt Ihnen schnell, welche Handlungsoptionen bestehen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was kostet 60 km/h zu schnell innerorts?
560 € Bußgeld, 2 Punkte in Flensburg und 2 Monate Fahrverbot.
Kann ich wegen Rennens angeklagt werden?
Ja, unter Umständen nach § 315d Abs. 1 Nr. 3 StGB („Einzelraser"), wenn grob verkehrswidrig und rücksichtslos mit Absicht der höchsten Geschwindigkeit gefahren wurde. Strafrahmen bis 2 Jahre Freiheitsstrafe, bei Gefährdung bis 5 Jahre.
Wie lange dauert das Fahrverbot?
Zwei Monate (60 Kalendertage). Als Ersttäter können Sie den Beginn innerhalb der 4-Monats-Wahlfrist selbst bestimmen.
Droht eine MPU?
Möglicherweise. Bei schweren Verstößen kann die Fahrerlaubnisbehörde nach § 11 FeV eine MPU anordnen, insbesondere wenn Wiederholung oder Strafverfahren hinzukommt.
Was tun nach Bescheidzustellung?
Sofort Fachanwalt und Rechtsschutzversicherung einschalten, Akteneinsicht beantragen, Einspruchsfrist von 14 Tagen einhalten.
Quellen:
60 km/h zu schnell innerorts: Bußgeld, Fahrverbot und Ihre Rechte im Überblick*Laut VUT: Studie der VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co.KG