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ADAC-Winterreifentest 2026: Fast jedes zweite Modell fällt durch – Bußgeld ab 60 Euro

Von: Saad Bouziane | Ai modified Spezialisierter Autor für Verkehrsrecht Stand: 01.11.2026, 11:01 Uhr
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© Ki generiert von bussgeldcheck.org | ADAC-Winterreifentest 2026: 15 von 32 fallen durch

💡 Das Wichtigste in Kürze

  • ADAC prüfte 32 Winterreifenmodelle; 15 sind nicht empfehlenswert.
  • Wer bei winterlichen Bedingungen ohne geeignete Winterreifen fährt, riskiert mindestens 60 € Bußgeld und ggf. einen Punkt.
  • ADAC empfiehlt Winterreifenwechsel spätestens bei ca. 4 mm Restprofil; geprüfte Modelle nutzen.

Ergebnisse: 32 Modelle, 15 nicht empfehlenswert

Der aktuelle Winterreifentest des ADAC prüfte 32 Reifenmodelle in zwei gängigen Größen und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: 15 Produkte erhielten im Gesamturteil das Prädikat „nicht empfehlenswert“ oder „durchgefallen“. Damit ist fast jedes zweite getestete Modell für den Einsatz im Winter aus Sicht der Prüfer nicht ausreichend.

Unterschiede nach Reifengröße

Bei der Reifengröße 185/65 R15 (häufig bei Kleinwagen) blieben nur wenige Modelle mit einer guten Bewertung übrig; mehrere Reifen fielen besonders bei Nässe und im Bremsverhalten negativ auf.

Auch in der Größe 225/50 R17 (häufig bei Mittelklassewagen) zeigte sich ein uneinheitliches Bild: Neben sehr guten Modellen gab es mehrere Ausreißer mit deutlichen Schwächen, unter anderem bei Aquaplaning- und Bremsprüfungen. Einige getestete Reifen aus dem günstigen Segment sowie einzelne Markenmodelle erwiesen sich als mangelhaft.

Warum die Ergebnisse wichtig sind

Winterreifen unterscheiden sich in Profilgestaltung, Gummimischung und Tragfähigkeit. Diese Eigenschaften beeinflussen Bremsweg, Kurvenstabilität und Aquaplaning-Verhalten – also das konkrete Unfallrisiko bei Kälte, Schnee und Nässe. Laienhaft gesagt: Ein schlechter Reifen kann bei winterlichen Verhältnissen deutlich länger zum Stehen brauchen. ADAC-Tests messen diese Effekte unter standardisierten Bedingungen.

Rechtliche Konsequenzen in Deutschland

In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte müssen Fahrzeuge mit geeigneter Winterbereifung ausgestattet sein. Wer bei solchen Verhältnissen ohne passende Winterreifen unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von mindestens 60 Euro rechnen; bei Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer steigt das Bußgeld auf 80 Euro, zudem kann ein Punkt in Flensburg drohen. Die Pflicht bezieht sich auf Reifen mit Alpine-/3PMSF-Kennzeichnung; alte M+S-Kennzeichnungen sind allein nicht mehr ausreichend.

Weitere Informationen zu allgemeinen Bußgeldern und Verfahren finden Sie unter den Bußgeld- und Verfahrensinfos. Bußgelder im Überblick, Hinweise zu Fristen im Verfahren: Fristen im Bußgeldverfahren. Wer Punkte in Flensburg vermeiden möchte, kann sich hier informieren: Punktestand & Tipps.

ADAC-Empfehlungen zur Profiltiefe und Reifenpflege

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Der ADAC empfiehlt für sichere Fahrten im Winter jedoch deutlich mehr: Bei Winterreifen sollte ein Wechsel spätestens bei etwa 4 mm Restprofiltiefe erfolgen, da die Performance – besonders bei Nässe und Schnee – deutlich abnimmt. Regelmäßige Kontrolle von Luftdruck und Profiltiefe erhöht die Sicherheit.

Was Autofahrer jetzt tun sollten

Praktische Schritte: Prüfen Sie das Profil Ihrer Reifen, achten Sie auf das Alpine-Symbol (3PMSF) und wählen Sie bei Neukauf geprüfte Modelle mit guten ADAC- oder Stiftung-Warentest-Ergebnissen. Vergleichsübersichten helfen bei der Auswahl; lesen Sie Testberichte etwa beim ADAC oder bei unabhängigen Verbraucherschützern.

Zusätzlich nützliche Hinweise zu allgemeinen Verkehrsregeln und Verhalten bei Kontrollen finden Sie in Ratgebern zur Polizeikontrolle und zum Fahrverbot: Polizeikontrolle: Rechte & Pflichten und zu möglichen Folgen durch falsche Bereifung: Bußgeldkatalog (Übersicht).

Fazit

Das Testergebnis ist ein Weckruf: Nicht jeder günstige Reifen ist wintertauglich. Für Verkehrssicherheit und zur Vermeidung von Bußgeldern sollten Fahrzeughalter Profiltiefe, Kennzeichnung und Testbewertungen prüfen und bei Zweifeln in Fachhandel oder Werkstatt beraten lassen. Aktuelle Testlisten des ADAC sowie Zusammenfassungen unabhängiger Medien bieten eine gute Grundlage für die Entscheidung.

Weiterführende Tests und Listen: Stiftung Warentest – Zusammenfassung, ADAC Reifentests, Medienspiegel (Beispielberichte).



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