ÖPNV kommt vielerorts zum Erliegen: Verdi-Warnstreik legt Busse und Straßenbahnen am Montag still
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💡 Das Wichtigste in Kürze
- Verdi rief zu einem ganztägigen Warnstreik auf, der am Montag Busse, Straßen- und U-Bahnen in vielen Regionen weitgehend lahmlegte.
- S-Bahnen und Regionalzüge der Deutschen Bahn blieben größtenteils unbetroffen; Ausnahmen und regionale Unterschiede traten jedoch auf.
- Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen (kürzere Schichten, längere Ruhezeiten, höhere Zuschläge); Fahrgäste sollten alternative Reisepläne prüfen.
"Angesichts stetig steigender Bußgelder lohnt es sich, Bußgeldbescheide nicht einfach hinzunehmen. Jede Sanktion muss rechtlich sauber begründet sein und genau da setzen wir an."
Warnstreik legt kommunalen Nahverkehr in zahlreichen Regionen nahezu still
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat zu einem ganztägigen Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr aufgerufen, der am Montag weite Teile des Bus-, Straßen- und U-Bahn-Verkehrs in vielen deutschen Städten zum Erliegen brachte.
Nach Angaben der Gewerkschaft sind rund 150 städtische Verkehrsunternehmen und Busbetriebe betroffen; in fast allen Bundesländern blieben Fahrzeuge in Betriebshöfen und Depots. In einzelnen Ländern gelten Ausnahmen: Manche Bundesländer beziehungsweise Verkehrsunternehmen kündigten verkürzte Ausstände an oder waren ganz ausgenommen.
Wesentliche Dauer- und Umfangsangaben: Der Ausstand war in vielen Orten ganztägig geplant (mit Beginn teils in den frühen Morgenstunden) und sollte in mehreren Regionen bis in die Nacht dauern. In einigen Städten wurde der Streik nur auf Teilzeiten beschränkt, in anderen dauerte er 24 Stunden.
Gründe und Forderungen
Verdi begründet den Arbeitskampf mit den schlechten Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr: Gefordert werden unter anderem kürzere Wochenarbeits- und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In einigen Bundesländern (unter anderem Bayern, Brandenburg, Saarland, Thüringen und Hamburg) geht es zusätzlich um höhere Löhne und Gehälter.
Was Pendler und Fahrgäste wissen müssen
Regionalzüge und S-Bahnen der Deutschen Bahn sind in der Regel nicht von dem Verdi-Streik betroffen, da sie nicht zu den kommunalen Unternehmen zählen, sodass ein Notnetz für weite Strecken erhalten blieb. Fahrgäste sollten sich dennoch auf erhebliche Einschränkungen im innerstädtischen Verkehr einstellen.
Für Pendler und Beschäftigte gilt weiterhin das sogenannte Wegerisiko: Arbeitnehmer müssen im Zweifel eigenverantwortlich für eine pünktliche Anreise sorgen; Arbeitgeber und Arbeitsrecht sehen in der Regel keine automatische Freistellung vor. Bei längeren Ausfällen bestehen in Einzelfällen Möglichkeiten zur Erstattung von Leistungen nach den allgemeinen Vertrags- und AGB-Regelungen der Verkehrsbetriebe.
Praktische Tipps
- Prüfen Sie vor Fahrtantritt aktuelle Informationen und Fahrpläne beim lokalen Verkehrsbetrieb oder auf den offiziellen Webseiten.
- Nutzen Sie alternative Verbindungen: DB-Regionalverkehr, Mitfahrgelegenheiten, Fahrrad oder Homeoffice, falls möglich.
- Planen Sie deutlich mehr Zeit ein und informieren Sie Arbeitgeber bzw. Schulen rechtzeitig über mögliche Verspätungen.
Weiterführende Informationen und Regionallisten zu betroffenen Linien finden Sie beim Bericht des ZDF sowie weiteren aktuellen Übersichten in den Lokalmedien. Originalmeldung (ZDFheute).