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Warnstreik: Stadtbusse in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg bleiben am Montag aus

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Geprüft von Saad Bouziane Erfahrener Redakteur in Verkehrsrecht Stand: 30.01.2026
Warnstreik: Stadtbusse in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg bleiben am Montag aus
© Ki generiert von bussgeldcheck.org | Warnstreik legt Stadtbusse in Schleswig-Holstein lahm – Kiel, Lübeck, Neumünster, Flensburg betroffen

💡 Das Wichtigste in Kürze

  • Verdi ruft zu einem ganztägigen Warnstreik für Stadtbusse in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg auf.
  • Betroffen sind die Unternehmen KVG (Kiel), Stadtwerke Lübeck Mobil, SWN Stadtverkehr (Neumünster) und Aktiv Bus (Flensburg); es droht ein weitgehender Ausfall des Busverkehrs.
  • Hintergrund sind Tarifverhandlungen mit Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und einer vollen Jahressonderzahlung; die nächste Verhandlungsrunde ist am 18. Februar angesetzt.
Rechtsanwalt Kay Stolle
"Angesichts stetig steigender Bußgelder lohnt es sich, Bußgeldbescheide nicht einfach hinzunehmen. Jede Sanktion muss rechtlich sauber begründet sein und genau da setzen wir an."
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Busverkehr in vier kreisfreien Städten vor dem Stillstand

Die Gewerkschaft Verdi hat die Fahrerinnen und Fahrer der kommunalen Stadtbusse in Schleswig-Holstein zu einem ganztägigen Warnstreik ab Betriebsbeginn aufgerufen. Dadurch droht am Montag ein weitgehender Ausfall des innerstädtischen Busverkehrs in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg.

Betroffene Unternehmen und Ablauf

Der Ausstand betrifft nach Gewerkschaftsangaben die Busse der KVG in Kiel, die Stadtwerke Lübeck Mobil, den SWN Stadtverkehr in Neumünster sowie das Unternehmen Aktiv Bus in Flensburg. Verdi kündigte an, dass der Streik mit Betriebsbeginn beginnt und bis zum Betriebsschluss andauern soll, so dass in den betroffenen Städten mit massiven Einschränkungen zu rechnen ist.

Gründe und Forderungen

Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen über einen neuen Rahmentarifvertrag für kommunale Verkehrsbetriebe. Verdi fordert spürbar bessere Arbeitsbedingungen und eine vollständige Jahressonderzahlung in Form eines kompletten Monatsgehalts. Die Gewerkschaft erklärte, auf ihre Forderungen sei mit Verschlechterungs-Vorschlägen reagiert worden, was den Druck durch Warnstreiks erhöhe. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 18. Februar angesetzt.

Folgen für Beschäftigte und Personalstruktur

Nach Angaben der Arbeitgeberseite betrifft der Konflikt rund 1.500 Busfahrerinnen und Busfahrer in den vier Städten. Die Einstiegsgehälter liegen demnach bei etwa 3.400 Euro, in höheren Stufen bei mehr als 3.700 Euro; mit Zuschlägen komme man auf knapp 4.000 Euro. Verdi verlangt außerdem Regelungen wie kürzere Wochenarbeitszeiten und bessere Ruhezeiten.

Protest und Kundgebung

Verdi hat zu einer Kundgebung und anschließenden Demonstration aufgerufen: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen um 10:00 Uhr hinter dem Gewerkschaftshaus in Lübeck zusammenkommen.

Was Pendler jetzt wissen sollten

Pendlerinnen und Pendler sowie Fahrgäste müssen am Streiktag mit starken Einschränkungen im Stadtverkehr rechnen. Nutzer werden gebeten, rechtzeitig Alternativen wie Regionalzüge, Mitfahrgelegenheiten oder Fahrrad-/E-Scooter-Angebote zu prüfen und sich über aktuelle Informationen der betroffenen Verkehrsbetriebe zu informieren. Die Verkehrsbetriebe und Medien raten, vor Fahrtantritt die Webseiten und Social-Media-Kanäle der Unternehmen zu prüfen.

Weitere Einordnung

Warnstreiks in norddeutschen Busbetrieben haben in den vergangenen Jahren bereits zu wiederholten Ausfällen geführt; die aktuelle Eskalation ist Teil eines flächendeckenden Tarifkonflikts, in dem Verdi mit punktuellen Arbeitsniederlegungen Druck aufbauen will, um bessere Konditionen zu erreichen. Die Arbeitgeber betonen ihrerseits bereits getroffene Vereinbarungen wie Sonderzahlungen und Ruhezeiten – die Verhandlungen bleiben jedoch strittig.

Weiterführende Informationen und aktuelle Hinweise der Verkehrsunternehmen finden Sie etwa bei DIE ZEIT und in den Berichten regionaler Medien.


Quellen:

Verkehr: Stadtbusse fallen in Schleswig-Holstein am Montag aus - DIE ZEIT

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