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Winterreifenpflicht in Deutschland: 60 € Bußgeld und 1 Punkt bei falscher Bereifung

Von: Saad Bouziane | Ai modified Spezialisierter Autor für Verkehrsrecht Stand: 22.10.2026, 16:00 Uhr
Winterreifenpflicht in Deutschland: 60 € Bußgeld und 1 Punkt bei falscher Bereifung AiAI generated
© Ki generiert von bussgeldcheck.org | Winterreifenpflicht: Bußgeld 60 € & 1 Punkt

💡 Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Glatteis, Schneeglätte oder Schneematsch besteht situative Winterreifenpflicht; Fahrer drohen 60 € Bußgeld und 1 Punkt.
  • Nur Reifen mit Alpine‑Symbol gelten als wintertauglich; M+S reicht nicht mehr aus.
  • Halter können mit 75 € und 1 Punkt bestraft werden; falsche Bereifung kann Versicherungsfolgen haben.

Worum geht es?

In Deutschland existiert keine pauschale Jahrespflicht für Winterreifen, wohl aber eine situative Winterreifenpflicht: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte müssen Fahrzeuge mit geeigneter Bereifung unterwegs sein. Die Pflicht ergibt sich aus der Straßenverkehrsordnung (StVO) und wird durch konkrete Regeln in der StVZO und dem Bußgeldkatalog ergänzt.

Welche Strafe droht bei falscher Bereifung?

Fährt jemand bei winterlichen Straßenverhältnissen mit ungeeigneten Reifen, droht dem Fahrer ein Bußgeld von mindestens 60 Euro und die Eintragung von 1 Punkt im Fahreignungsregister. Kommt es infolge der falschen Bereifung zu einer Behinderung, Gefährdung oder einem Unfall, steigen die Regelsätze laut Bußgeldkatalog.

Was ist mit dem Fahrzeughalter?

Auch der Fahrzeughalter kann belangt werden: Wer die Inbetriebnahme des Fahrzeugs trotz ungeeigneter Bereifung zulässt, muss mit einer Geldbuße (regelmäßig 75 Euro) und ebenfalls einem Punkt rechnen. Das Bußgeldrecht unterscheidet hier zwischen dem fahrenden Lenker und dem Halter als zulassender Person.

Alpine‑Symbol und M+S: Welche Reifen sind erlaubt?

Seit der Gesetzesänderung gilt: Als wintertauglich gelten nur noch Reifen mit dem Alpine‑Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke). Die frühere M+S‑Kennzeichnung (Matsch & Schnee) reicht nicht mehr aus, wenn winterliche Verhältnisse vorherrschen. Fahrer sollten beim Kauf und Wechsel auf das Alpine‑Symbol achten, um Bußgelder zu vermeiden.

Versicherung und Unfallfolgen

Bei einem Unfall kann falsche Bereifung Auswirkungen auf die Regulierung haben: Während die Kfz-Haftpflicht grundsätzlich die Schäden Dritter deckt, sind Kürzungen bei Voll- oder Teilkasko möglich, wenn die ungeeignete Bereifung zur Unfallursache beigetragen hat. In besonders schweren Fällen droht eine Mithaftung oder Leistungskürzung durch Versicherer. Es empfiehlt sich, bei Unklarheiten frühzeitig Nachweise zur Bereifung (z. B. Kaufbelege, Fotos) zu sichern.

Praktische Hinweise für Autofahrer

  • Prüfen Sie das Reifenprofil: Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm, empfohlen werden mindestens 4 mm für Winterbetrieb.
  • Achten Sie auf das Alpine‑Symbol beim Reifen oder in den Herstellerangaben.
  • Bei unsicherer Streckenwahl: Fahrt verschieben oder Alternativen prüfen, um Bußgelder und Gefährdungen zu vermeiden.

Rechtliche Grundlagen und weiterführende Infos

Die rechtlichen Grundlagen finden sich in der StVO (§ 2 Absatz 3a), in Vorgaben der StVZO zum Reifenstandard sowie im bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog (BKatV). Bei Fragen zum konkreten Bußgeldverfahren, Fristen oder Einspruchsmöglichkeiten sind Ratgeber und offizielle Behördenseiten geeignete Anlaufstellen.

Hilfreiche Links

Weiterführende Informationen und praktische Rechner:

Quellenangaben (Auswahl): Bundesministerium für Verkehr (bmv.de), ADAC (adac.de), Bußgeldkatalog/BKatV (gesetze-im-internet.de), Bundesverband Reifenhandel (bundesverband-reifenhandel.de), Polizeipresse und Fachverbände. Die oben verlinkten Seiten wurden für die Faktenprüfung verwendet.



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