Bußgeldkatalog Fahrrad 2026: Strafen für Rotlicht, Handy und Alkohol
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Wer mit dem Rad bei Rot über die Kreuzung fährt, unterwegs aufs Handy schaut oder nach dem Feierabendbier in die Pedale tritt, geht oft davon aus, dass schon nichts passiert. Der Bußgeldkatalog Fahrrad sieht das anders: Auch Radfahrer müssen sich an die Straßenverkehrsordnung halten, und die Folgen reichen von 20 Euro für eine fehlende Beleuchtung bis zur Strafanzeige und Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) bei Alkohol.
Dieser Ratgeber zeigt, welche Radfahrer Bußgelder 2026 bei den drei häufigsten Verstößen drohen, wann es Punkte in Flensburg gibt und warum betrunkenes Radfahren sogar den Autoführerschein gefährden kann. Dazu kommen praktische Hinweise, was Sie nach einem Bußgeldbescheid tun können.
💡 Das Wichtigste in Kürze
- Ein Rotlichtverstoß kostet Radfahrer je nach Dauer der Rotphase und Folgen zwischen 60 und 180 Euro und bringt in der Regel einen Punkt in Flensburg.
- Wer das Handy während der Fahrt in der Hand hält, zahlt 55 Euro, bei Gefährdung oder Unfall steigt das Bußgeld.
- Für Radfahrer gilt keine Promillegrenze im Bußgeldrecht, aber ab 1,6 Promille liegt absolute Fahruntüchtigkeit vor, und es drohen Strafverfahren, Punkte und eine MPU.
- Schon ab 0,3 Promille kann eine Straftat vorliegen, wenn Ausfallerscheinungen wie Schlangenlinien oder ein Unfall hinzukommen.
- Gegen einen Bußgeldbescheid können Sie innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch einlegen.
"Angesichts stetig steigender Bußgelder lohnt es sich, Bußgeldbescheide nicht einfach hinzunehmen. Jede Sanktion muss rechtlich sauber begründet sein und genau da setzen wir an."
Bußgeldkatalog Fahrrad: Was für Radfahrer 2026 gilt
Wer mit dem Rad bei Rot über die Ampel fährt, am Lenker telefoniert oder angetrunken in die Pedale tritt, kann dafür belangt werden. Das überrascht viele, weil sie beim Radfahren ohne Führerschein nicht an Strafen denken. Der Bußgeldkatalog Fahrrad ist dabei kein eigenes Gesetzbuch. Die Regeln stehen in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), die Höhe der Geldbußen in der Bußgeldkatalog-Verordnung, und alkoholbedingte Straftaten im Strafgesetzbuch. Dieser Abschnitt erklärt, wie diese Regeln zusammenspielen und welche Radfahrer Bußgelder 2026 gelten.
Warum die Straßenverkehrsordnung auch für Radfahrer gilt
Ein Fahrrad ist im Sinne der StVO ein Fahrzeug. Damit gelten für Radfahrer dieselben Grundregeln wie für alle anderen Verkehrsteilnehmer: ständige Vorsicht, gegenseitige Rücksichtnahme und das Befolgen von Ampeln, Schildern und Vorfahrtsregeln. Ob Sie einen Führerschein besitzen, spielt dafür keine Rolle. Wer ein Verkehrszeichen missachtet, begeht eine Ordnungswidrigkeit, egal ob auf zwei oder vier Rädern.
Dazu kommen Vorschriften, die nur für Fahrräder gelten, etwa zur Beleuchtung bei Dunkelheit oder zur Benutzung von Radwegen. Wie hoch das Fahrrad Bußgeld im Einzelfall ausfällt, hängt vom Verstoß ab und davon, ob jemand gefährdet wurde oder ein Unfall passiert ist. Eine Zusammenstellung der Bußgeldbeträge für Radfahrer finden Sie zum Beispiel bei anwalt.org.
Bußgeld, Verwarnung, Straftat: die drei Ebenen
Nicht jeder Verstoß wird gleich behandelt. Im Verkehrsrecht gibt es drei Stufen, die Sie kennen sollten, bevor Sie einzelne Beträge vergleichen:
- Verwarnung: Bei geringfügigen Verstößen kann die Polizei ein Verwarnungsgeld verlangen, das bis 55 € reicht. Es gibt keine Punkte, und oft wird direkt vor Ort gezahlt.
- Bußgeld: Ab 60 € ergeht in der Regel ein Bußgeldbescheid. Bei Radfahrern mit Rotlichtverstoß kommt ab diesem Betrag ein Punkt in Flensburg dazu.
- Straftat: Wer mit dem Rad deutlich alkoholisiert fährt, begeht eine Straftat nach § 316 StGB. Dann drohen Geldstrafe, Punkte und unter Umständen eine MPU.
Das Handy am Lenker liegt mit 55 € genau an der Grenze zwischen Verwarnung und Bußgeld, wie bussgeldkatalog.de angibt. Mehr zur rechtlichen Einordnung von Alkohol im Verkehr lesen Sie bei 316 StGB Trunkenheit im Verkehr.
Radfahrer und Autofahrer im Vergleich
Radfahrer kommen bei den Beträgen meist günstiger davon als Autofahrer. Der Unterschied ist bei Geld und Punkten deutlich, bei Alkohol verläuft die Grenze ganz anders. Die folgende Tabelle zeigt drei typische Verstöße im Vergleich, jeweils in der einfachsten Form ohne Gefährdung oder Unfall.
| Verstoß | Fahrrad | Pkw |
|---|---|---|
| Rotlicht (unter 1 Sekunde) | 60 €, 1 Punkt | 90 €, 1 Punkt |
| Handy in der Hand | 55 €, kein Punkt | 100 €, 1 Punkt |
| Alkohol | Straftat ab 1,6 ‰, bei Ausfallerscheinungen schon ab 0,3 ‰ | Ordnungswidrigkeit ab 0,5 ‰ |
Bei der Alkohol Fahrrad Promillegrenze gibt es also keine feste Bußgeldstufe wie beim Auto. Die genauen Folgen, die Frage nach der MPU und die Punkte für Radfahrer erklären die späteren Abschnitte dieses Ratgebers. Wie das Punktesystem grundsätzlich funktioniert, erfahren Sie unter Punkte in Flensburg.
Wo Sie aktuelle Bußgeldwerte prüfen können
Bußgeldbeträge ändern sich, und Ratgeber im Netz nennen mitunter leicht abweichende Werte. Das liegt oft an unterschiedlichen Annahmen: ob eine Gefährdung vorlag, ob ein Unfall passierte oder wie lange die Ampel schon rot war. Verlassen Sie sich deshalb bei einem konkreten Bescheid immer auf die Angaben der Behörde und die dort genannte Rechtsgrundlage.
Zum schnellen Vergleich eignet sich eine laufend gepflegte Übersicht wie der Bußgeldkatalog 2026. Für Radfahrer finden Sie die wichtigsten Beträge außerdem bei anwalt.org. Haben Sie bereits Post von der Bußgeldstelle erhalten, lohnt sich ein Blick auf den Bescheid selbst: Tatvorwurf, Tatzeit und Betrag müssen stimmen, bevor Sie zahlen.
Radfahrer und Rotlicht: Bußgelder und Punkte
Wer mit dem Rad bei Rot über die Kreuzung fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, genau wie ein Autofahrer. Der Bußgeldkatalog Fahrrad sieht dafür aber niedrigere Beträge vor. Der Radfahrer Rotlicht Bußgeld-Rahmen reicht je nach Dauer des Rotlichts und den Folgen von 60 bis 180 Euro. Ein Fahrverbot droht Radfahrern dafür nicht, weil es nur für Kraftfahrzeuge gilt. Einen Punkt im Fahreignungsregister gibt es dagegen schon, auch wenn Sie gar keinen Führerschein besitzen. Mehr zur allgemeinen Rechtslage finden Sie auf der Seite zum Rotlichtverstoß.
Einfacher und qualifizierter Rotlichtverstoß
Ein einfacher Rotlichtverstoß liegt vor, wenn die Ampel beim Überfahren der Haltelinie noch nicht länger als eine Sekunde Rot zeigte. Dafür sind 60 Euro und 1 Punkt vorgesehen. Springt die Ampel schon länger als eine Sekunde zuvor auf Rot, spricht man vom qualifizierten Rotlichtverstoß. Er kostet Radfahrer 100 Euro und ebenfalls 1 Punkt. Bei der Fahrrad-Bußgeldhöhe zählt die Grenze von einer Sekunde, denn sie verteuert den Verstoß um 40 Euro. Wie lange die Ampel tatsächlich Rot war, schätzen Polizisten vor Ort oft nur grob. Im Streitfall kann das ein Ansatzpunkt für einen Einspruch sein.
Bußgeld bei Gefährdung und Sachbeschädigung
Gefährden Sie beim Überfahren der roten Ampel andere oder beschädigen Sie dabei eine fremde Sache, steigt das Fahrrad Bußgeld deutlich. Die folgende Übersicht zeigt die Beträge, wie sie unter anderem anwalt.org für den Bußgeldkatalog Fahrrad aufführt. Bei Radfahrer Bußgelder 2026 sind dieselben Stufen maßgeblich.
| Verstoß | Bußgeld | Punkte |
|---|---|---|
| Rot bis zu 1 Sekunde | 60 € | 1 |
| Rot bis zu 1 Sekunde, mit Gefährdung | 100 € | 1 |
| Rot bis zu 1 Sekunde, mit Sachbeschädigung | 120 € | 1 |
| Rot länger als 1 Sekunde | 100 € | 1 |
| Rot länger als 1 Sekunde, mit Gefährdung | 160 € | 1 |
| Rot länger als 1 Sekunde, mit Sachbeschädigung | 180 € | 1 |
Zu den Bußgeldern kommen im Verfahren Gebühren und Auslagen, meist rund 30 Euro, die Sie ebenfalls zahlen müssen. Die Punkte landen im Fahreignungsregister. Wie sie sich bei Radfahrern auswirken und wann sie verfallen, erklärt der Abschnitt zu Punkten in Flensburg. Wer vorab seine Summe abschätzen will, kann den Bussgeldrechner Rotlicht nutzen, der allerdings meist auf Autofahrer ausgelegt ist.
Wann die Fahrradampel gilt und wann die allgemeine Ampel
Welche Ampel für Sie gilt, hängt davon ab, wo Sie fahren. Hängt an der Kreuzung eine eigene Ampel mit Fahrradsymbol, richten Sie sich nach ihr. Das gilt auch dann, wenn die Autoampel daneben schon Grün zeigt. Fehlt eine solche Ampel und Sie fahren auf der Fahrbahn oder auf einem Radfahrstreifen, gilt die normale Fahrzeugampel. Auf Radwegen ohne eigene Ampel gelten in der Regel die Lichtzeichen für Fußgänger. Maßgeblich ist hier § 37 der Straßenverkehrs-Ordnung. Vor Ort lohnt ein Blick auf Symbole und Beschilderung, denn Kreuzungen sind unterschiedlich geregelt.
- Fahrradampel vorhanden: Sie gilt für Radfahrer, auch wenn die Autoampel anders steht.
- Fahrbahn oder Radfahrstreifen ohne eigene Fahrradampel: Es gilt die Fahrzeugampel.
- Radweg ohne eigene Fahrradampel: Meist gilt die Fußgängerampel.
- Absteigen und das Rad schieben: Dann gelten Sie als Fußgänger und folgen der Fußgängerampel.
Praxisbeispiel: Rechtsabbiegen bei Rot
Ein typischer Fall: Eine Radfahrerin steht an einer Kreuzung und will rechts abbiegen. Weit und breit kommt kein Auto, also fährt sie bei Rot los. Ein Grünpfeil hängt dort nicht. Das Abbiegen ist trotzdem verboten, weil rechts abbiegen bei Rot nur mit Grünpfeilschild erlaubt ist. Ein Polizist beobachtet es, die Ampel war erst kurz Rot. Das Ergebnis ist ein einfacher Rotlichtverstoß mit 60 Euro und 1 Punkt. Kreuzt gerade ein Fußgänger oder ein anderer Radfahrer und muss ausweichen, wird daraus eine Gefährdung mit 100 Euro. War die Ampel schon länger als eine Sekunde Rot, sind es 160 Euro.
Anders sieht es aus, wenn an der Ampel ein Grünpfeil für Radfahrer hängt. Dann dürfen Sie nach einem vollständigen Halt rechts abbiegen und müssen Fußgängern und dem Querverkehr Vorrang lassen. Auch ein zu knappes Anhalten an der Haltelinie kann Ärger bringen. Wer einen Bußgeldbescheid für so einen Fall erhält, sollte die Fristen prüfen und das Schreiben nicht liegen lassen.
Handy auf dem Fahrrad: Was erlaubt ist und was kostet
Beim Handy auf dem Fahrrad ist das Bußgeld niedriger als im Auto, aber die Regel ist dieselbe: Wer fährt, darf das Gerät nicht in der Hand halten. Im aktuellen Bußgeldkatalog Fahrrad steht dafür ein Regelsatz von 55 Euro. Bei einer Gefährdung oder einem Unfall wird es teurer.
Was das Verbot genau umfasst
Grundlage ist § 23 StVO zur Handynutzung am Steuer. Die Vorschrift gilt für alle, die ein Fahrzeug führen, also auch für Radfahrer und E-Bike-Fahrer. Verboten ist es, ein Handy oder ein anderes elektronisches Gerät zur Kommunikation, Information oder Organisation während der Fahrt aufzunehmen oder in der Hand zu halten. Dazu gehören Telefonieren, Nachrichten tippen, Fotos machen, Karten ansehen oder in einer Playlist suchen. Entscheidend ist das Halten des Geräts, nicht der Zweck.
Wer das Rad schiebt oder angehalten und abgestiegen ist, führt kein Fahrzeug im Sinne der Vorschrift und darf sein Handy benutzen. Wer nur kurz an der Ampel steht, aber noch im Sattel sitzt, bewegt sich in einer Grauzone. Sicherer ist es, zur Seite zu fahren und abzusteigen. Eine Übersicht, wie sich die Regeln bei Auto und Rad unterscheiden, bietet auch die Seite zum Handy am Steuer.
Die Höhe der Strafe für Handy auf dem Fahrrad Bußgeld im Überblick:
| Verstoß | Bußgeld |
|---|---|
| Handy in der Hand während der Fahrt | 55 Euro |
| mit Gefährdung anderer | 75 Euro |
| mit Unfall | 100 Euro |
Diese Beträge nennen unter anderem bussgeldkatalog.de und anwalt.org. Die einfache Nutzung bleibt mit 55 Euro unter der Grenze von 60 Euro, ab der Punkte in Flensburg eingetragen werden. Ob bei den höheren Beträgen ein Eintrag folgt, steht im Bußgeldbescheid.
Navigation, Musik und Telefonieren per Sprachsteuerung
Das Handy ganz wegzulegen ist nicht nötig. Erlaubt ist die Nutzung, wenn das Gerät nicht in der Hand gehalten wird und die Bedienung per Sprachsteuerung oder Vorlesefunktion läuft. Wer eine Route per Sprachbefehl startet oder Anrufe über ein Headset annimmt, verstößt nicht gegen § 23 StVO. Bei Touch-Bedienung muss der Blick auf das Display kurz bleiben und zur Verkehrslage passen. Auf einer vollen Radspur in der Stadt ist das schneller überschritten als auf einem leeren Feldweg.
Kopfhörer sind nicht pauschal verboten. Nach § 23 Abs. 1 StVO müssen Fahrzeugführer aber dafür sorgen, dass Gehör und Sicht nicht beeinträchtigt sind. Laute Musik, die Klingeln oder Martinshorn übertönt, kann bei einem Unfall zu einer Mitschuld führen. Wer Kopfhörer nutzt, sollte die Lautstärke niedrig halten oder Modelle wählen, die Umgebungsgeräusche durchlassen.
Bußgeld bei Gefährdung und Unfall
Kommt zum Handyverstoß eine konkrete Gefährdung hinzu, etwa weil ein Fußgänger ausweichen muss oder ein Auto bremst, steigt das Fahrrad Bußgeld auf 75 Euro. Bei einem Unfall mit Sachbeschädigung sind es 100 Euro. Wer Schlangenlinien fährt oder ein Stoppschild übersieht, weil er aufs Display schaut, riskiert zusätzlich Bußgelder für diese Verstöße, zum Beispiel beim Rotlichtverstoß.
Folgenreicher ist oft die zivilrechtliche Seite. Wer mit dem Handy in der Hand einen Unfall verursacht oder mitverursacht, muss damit rechnen, dass Versicherungen den eigenen Schadensersatzanspruch kürzen. Bei Verletzungen kann das erheblich sein. Auch deshalb gehört das Handy bei den Fahrrad Verkehrsverstößen und Strafen zu den Posten, die sich finanziell am stärksten auswirken können, obwohl der Regelsatz niedrig wirkt.
Handyhalterung am Lenker: erlaubt oder nicht?
Eine Halterung am Lenker ist erlaubt. Das Gerät wird dann nicht gehalten, der Verstoß nach § 23 StVO entfällt. Voraussetzung ist, dass die Halterung sicher sitzt und die Bedienung die Fahrt nicht stört. Für Navigation auf längeren Touren ist das die rechtlich unproblematischste Lösung.
Die Halterung ist aber kein Freibrief. Wer während der Fahrt längere Texte tippt oder ständig aufs Display schaut, kann trotzdem belangt werden, weil die Blickzuwendung nur so kurz sein darf, wie die Verkehrslage es zulässt. Praktisch hilft es, die Route vor dem Start einzugeben und das Display nur für einen kurzen Blick zu nutzen. Welche Beträge für andere Verstöße gelten, listet der Bussgeldkatalog 2026, der auch Radfahrer-Bußgelder 2026 im Vergleich zeigt.
Alkohol auf dem Fahrrad: Promillegrenzen
Beim Alkohol unterscheidet sich das Radfahren deutlich vom Autofahren. Die 0,5-Promille-Grenze aus § 24a StVG gilt nur für Kraftfahrzeuge. Wer mit dem Rad unterwegs ist, kann zwar ebenfalls bestraft werden, doch die Maßstäbe kommen aus dem Strafrecht. Wie hoch der Alkoholspiegel sein darf, hängt deshalb vom Einzelfall ab. Eine Alkohol-Fahrrad-Promillegrenze, die für alle gleich gilt, gibt es nicht. Wer einen Wert in Promille wissen möchte, kann ihn vorab mit dem Promillenrechner grob schätzen. Ein zuverlässiger Maßstab ist das aber nicht.
Keine Bußgeldgrenze, aber eine Strafbarkeit nach § 316 StGB
Der Bußgeldkatalog Fahrrad nennt für Alkohol keinen festen Promillewert mit einem Bußgeld. Fahrradfahrer können nicht mit einer Ordnungswidrigkeit davonkommen, wenn sie zu viel getrunken haben. Sie begehen unter bestimmten Voraussetzungen gleich eine Straftat. Grundlage ist § 316 StGB (Trunkenheit im Verkehr). Danach macht sich strafbar, wer ein Fahrzeug führt, obwohl er wegen Alkohols nicht mehr sicher fahren kann. Das Fahrrad ist ein Fahrzeug im Sinne dieser Vorschrift.
Als Strafe sieht das Gesetz eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr vor. In der Praxis wird meist eine Geldstrafe in Tagessätzen verhängt, die sich am Einkommen orientiert. Das Fahrrad Bußgeld spielt dabei keine Rolle, denn Geldstrafe und Bußgeld sind rechtlich zwei verschiedene Dinge. Eine Geldstrafe führt außerdem zu einem Eintrag im Führungszeugnis, sobald eine bestimmte Höhe überschritten wird.
Absolute Fahruntüchtigkeit ab 1,6 Promille
Ab 1,6 Promille nimmt die Rechtsprechung an, dass jemand nicht mehr sicher Rad fahren kann. Man spricht von absoluter Fahruntüchtigkeit. Weitere Anzeichen wie Schlangenlinien oder ein Sturz sind dann nicht nötig. Allein der Messwert reicht für eine Strafbarkeit nach § 316 StGB.
Die Folgen gehen über die Geldstrafe hinaus. Die Tat wird im Fahreignungsregister eingetragen, was bei den Punkten in Flensburg für Radfahrer relevant ist. Genannt werden zwei bis drei Punkte; was im Einzelfall gilt, zeigt der Bescheid. Hinzu kommt die Frage, ob die Führerscheinstelle an der Eignung zweifelt. Wer betrunken auf dem Rad erwischt wird, muss je nach Behörde mit einer MPU rechnen, und zwar auch dann, wenn er einen Autoführerschein besitzt. Die Fahrrad-betrunken-MPU wird meist ab 1,6 Promille angeordnet. Wer keinen Führerschein hat, kann ihn später nicht ohne Weiteres erwerben, solange die Eignung ungeklärt ist.
Relative Fahruntüchtigkeit ab 0,3 Promille
Schon unter 1,6 Promille kann es strafbar sein. Ab 0,3 Promille spricht man von relativer Fahruntüchtigkeit, wenn zum Alkohol weitere Anzeichen hinzukommen. Gemeint sind typische Ausfallerscheinungen wie Schlangenlinien, ein Sturz ohne erkennbaren Grund, das Übersehen einer roten Ampel oder ein Unfall. Die Polizei hält solche Auffälligkeiten im Protokoll fest. Sie sind später ein wichtiger Teil der Beweisführung.
Kommt es zu einem Unfall mit Gefährdung anderer, droht zusätzlich ein Verfahren nach § 315c StGB. Auch zivilrechtlich kann Alkohol Folgen haben: Wer betrunken einen Unfall verursacht oder mitverursacht, muss damit rechnen, dass sein Anteil an der Schuld höher bewertet wird und Schadenersatzansprüche gekürzt werden.
- Bis 0,3 Promille: in der Regel keine strafrechtlichen Folgen allein wegen des Alkohols
- Ab 0,3 Promille mit Ausfallerscheinungen: Strafbarkeit nach § 316 StGB möglich
- Ab 1,6 Promille: Strafbarkeit ohne weitere Anzeichen, MPU kann angeordnet werden
Die Grenzwerte für Fahrradfahrer beschreibt auch bussgeldkatalog.org. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Stufen zusammen.
| Promillewert | Voraussetzung | Rechtliche Folge |
|---|---|---|
| unter 0,3 | keine | meist keine Folgen durch Alkohol |
| ab 0,3 | Ausfallerscheinungen oder Unfall | Strafbarkeit nach § 316 StGB möglich |
| ab 1,6 | keine weiteren Anzeichen nötig | Geldstrafe, Eintrag mit Punkten, MPU möglich |
Fahrrad schieben statt fahren
Wer zu viel getrunken hat, sollte das Rad stehen lassen oder schieben. Wer sein Fahrrad schiebt, ist rechtlich ein Fußgänger. Er führt kein Fahrzeug, daher greift § 316 StGB nicht. Das gilt unabhängig vom Promillewert. Ein Rad zu schieben ist deshalb die sichere Alternative, wenn man nach dem Feiern nach Hause muss.
Wichtig ist, dass man wirklich schiebt. Wer sich auf das Rad setzt und sich mit den Füßen vom Boden abstößt, rollt oder fährt, und das kann die Polizei als Führen eines Fahrzeugs werten. Alkohol gehört zu den teuersten Verkehrsverstößen auf dem Rad, weil er in ein Strafverfahren und in Eignungszweifel münden kann. Wer sich unsicher ist, wie viel Restalkohol noch im Blut ist, kann den Restalkoholrechner als erste Orientierung nutzen.
Betrunken Rad gefahren: Strafe, MPU und Führerschein
Wer betrunken Fahrrad fährt, begeht unter Umständen eine Straftat. Einen festen Satz im Bußgeldkatalog Fahrrad gibt es dafür nicht. Die Grundlage ist § 316 StGB zur Trunkenheit im Verkehr. Die Promillegrenze für Radfahrer richtet sich daher danach, ob jemand fahruntüchtig war, und nicht nach einer starren Bußgeldstufe. Die folgende Übersicht zeigt, wie das bei Alkohol auf dem Fahrrad im Einzelnen aussieht.
| Blutalkohol | Einordnung | Rechtsfolge |
|---|---|---|
| unter 0,3 ‰ | keine Fahruntüchtigkeit nach Alkoholwert | in der Regel keine Strafe |
| ab 0,3 ‰ mit Ausfallerscheinungen | relative Fahruntüchtigkeit, etwa bei Schlangenlinien oder Unfall | Strafverfahren nach § 316 StGB möglich |
| ab 1,6 ‰ | absolute Fahruntüchtigkeit | Straftat, auch ohne Ausfallerscheinungen |
Wie sich ein bestimmter Wert im Blut entwickelt, lässt sich mit dem Promillenrechner grob abschätzen. Eine zuverlässige Messung ersetzt der Rechner aber nicht, denn maßgeblich ist am Ende die Blutprobe.
Geldstrafe und Eintrag im Führungszeugnis
Bei einer Trunkenheitsfahrt auf dem Rad verhängt das Gericht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. Praktisch ist bei Ersttätern ohne Unfall die Geldstrafe der Normalfall. Sie wird in Tagessätzen bemessen, deren Höhe sich am Nettoeinkommen orientiert. Häufig liegt die Gesamtsumme bei etwa einem Monatsnettoeinkommen, im Einzelfall aber auch darüber oder darunter.
Kommt es zu einem Unfall oder wird jemand konkret gefährdet, kann zusätzlich § 315c StGB zur Gefährdung des Straßenverkehrs greifen. Dann fällt die Strafe deutlich höher aus. Auch Schadensersatzforderungen und Probleme mit der Haftpflichtversicherung können folgen.
Jede Verurteilung wird im Bundeszentralregister gespeichert. Im Führungszeugnis taucht sie dagegen in der Regel erst auf, wenn mehr als 90 Tagessätze verhängt wurden. Bei einer Geldstrafe darunter bleibt das einfache Führungszeugnis meist leer. Für Behörden, etwa die Führerscheinstelle, bleibt der Eintrag aber sichtbar.
Dazu kommt ein Eintrag im Fahreignungsregister. Die Zahl der Punkte in Flensburg als Radfahrer wird in Ratgebern unterschiedlich angegeben. Maßgeblich ist, ob zugleich die Fahrerlaubnis entzogen wird: Ohne Entziehung sind es üblicherweise 2 Punkte, mit Entziehung 3 Punkte. Die Übersichten von bussgeldkatalog.org zeigen diese Spanne ebenfalls.
Wann die Führerscheinstelle eine MPU anordnet
Die Frage Fahrrad betrunken MPU betrifft vor allem Menschen, die einen Pkw-Führerschein besitzen. Die Fahrerlaubnisbehörde erfährt von der Trunkenheitsfahrt durch eine Mitteilung von Polizei oder Gericht und prüft dann, ob Zweifel an der Fahreignung bestehen. Bei einem Wert ab 1,6 ‰ ist das nach der Fahrerlaubnis-Verordnung regelmäßig der Fall, und zwar unabhängig davon, ob der Betroffene auf dem Rad oder im Auto saß.
Die Behörde ordnet dann eine medizinisch-psychologische Untersuchung an und setzt eine Frist für das Gutachten. Darin geht es um die Frage, ob jemand künftig Alkohol und Straßenverkehr trennen kann. Eine MPU kann auch bei niedrigeren Werten drohen, wenn zum Beispiel mehrere Alkoholauffälligkeiten zusammenkommen oder Hinweise auf Alkoholmissbrauch vorliegen.
Folgen für den Autoführerschein
Ein Fahrverbot nach dem Strafgesetzbuch trifft nur Menschen, die ein Kraftfahrzeug geführt haben, und kommt bei einer Radfahrt deshalb nicht in Betracht. Der Führerschein ist trotzdem in Gefahr. Die Führerscheinstelle kann die Fahrerlaubnis entziehen, wenn das geforderte Gutachten nicht fristgerecht vorliegt oder negativ ausfällt. Wer die MPU gar nicht erst vorlegt, muss damit rechnen, dass die Behörde auf mangelnde Eignung schließt.
Ist die Fahrerlaubnis einmal entzogen, braucht es für die Neuerteilung einen neuen Antrag, in der Regel ein positives Gutachten und eine Wartezeit. Das Strafgericht kann die Entziehung ebenfalls aussprechen, die Grundlage dafür ist § 69 StGB. Für Fahranfänger in der Probezeit kommen weitere Maßnahmen hinzu, etwa ein Aufbauseminar oder eine Verlängerung der Probezeit.
Was Betroffene nach einer Trunkenheitsfahrt tun sollten
Bei der Polizei gilt: Ob man Angaben zur Sache macht, entscheidet man selbst. Es gibt ein Schweigerecht, und Äußerungen vor Ort, etwa zur Trinkmenge, lassen sich später kaum korrigieren. Die Blutentnahme kann die Polizei bei Verdacht anordnen. Die Rechtmäßigkeit lässt sich später prüfen lassen.
- Keine Aussage zur Sache ohne vorherige Beratung, auch nicht auf einem Anhörungsbogen.
- Strafbefehl oder Anklage sofort an einen Fachanwalt weitergeben. Gegen einen Strafbefehl läuft eine Einspruchsfrist von zwei Wochen.
- Post der Führerscheinstelle nicht liegen lassen, denn die gesetzte Frist für das Gutachten gilt auch ohne Rückfrage.
- Frühzeitig mit der Vorbereitung auf die MPU beginnen und Abstinenz oder Trinkverhalten belegbar dokumentieren.
Ein Anwalt für Verkehrsrecht kann Akteneinsicht beantragen, die Blutprobe und das Messverfahren prüfen und häufig auch bei der Frage helfen, ob eine MPU wirklich angeordnet werden durfte. Wer sich vorab über typische Strafen informieren will, findet bei anwalt.org eine Übersicht zu weiteren Fahrrad-Verkehrsverstößen und ihren Strafen. Im Einzelfall entscheiden aber immer Promillewert, Fahrweise und Vorgeschichte.
Punkte in Flensburg für Radfahrer
Wer mit dem Fahrrad einen Verkehrsverstoß begeht, zahlt nicht nur ein Bußgeld. Bei bestimmten Delikten trägt das Kraftfahrt-Bundesamt zusätzlich Punkte im Fahreignungsregister ein. Das gilt für Radfahrer genauso wie für Autofahrer. Wie viele Punkte es gibt und wie lange sie gespeichert bleiben, hängt von der Schwere des Verstoßes ab. Den allgemeinen Aufbau des Systems erklärt die Seite zu den Punkten in Flensburg.
Welche Verstöße Punkte bringen
Im Bußgeldkatalog für Radfahrer bleiben die meisten Verstöße ohne Punkte. Das Bußgeld liegt dort häufig bei 20 bis 55 Euro, etwa bei fehlender Beleuchtung, bei Nichtbenutzung eines Radwegs oder bei der Handynutzung in der Grundvariante. Als Faustregel führen Ordnungswidrigkeiten mit einem Regelsatz ab 60 Euro zu einem Punkt. Das Bußgeld für einen Rotlichtverstoß auf dem Rad liegt je nach Dauer der Rotphase und Gefährdung zwischen 60 und 180 Euro und bringt laut anwalt.org jeweils einen Punkt. Welche Folgen ein Rotlichtverstoß im Detail hat, steht auf der Seite zum Rotlichtverstoß.
Beim Handy auf dem Fahrrad bleibt das Bußgeld von 55 Euro ohne Punkt. Steigt es wegen einer Gefährdung auf 75 Euro oder wegen eines Unfalls auf 100 Euro, liegt der Betrag über der 60-Euro-Schwelle. Ob dann ein Punkt eingetragen wird, steht im Bußgeldbescheid, den Sie in jedem Fall prüfen sollten.
Straftaten bringen mehr Punkte. Wer mit mindestens 1,6 Promille Rad fährt, begeht nach § 316 StGB eine Trunkenheit im Verkehr. Das Gericht verhängt eine Geldstrafe, und im Register kommen 2 Punkte hinzu. Wird zusätzlich die Fahrerlaubnis entzogen, sind es 3 Punkte. Die Angaben mancher Ratgeber weichen hier voneinander ab, weil sie den Entzug nicht immer mitrechnen. Bei der Alkoholfahrt auf dem Rad kommt es deshalb auf das Urteil an. Mehr zur Promillegrenze und den Folgen steht auch beim Thema Alkohol und Drogen auf dem Fahrrad.
- Bußgeld bis 55 Euro: in der Regel kein Punkt
- Bußgeld ab 60 Euro, etwa bei Rotlicht: 1 Punkt
- Straftat ohne Führerscheinentzug, etwa Alkohol ab 1,6 Promille: 2 Punkte
- Straftat mit Entziehung der Fahrerlaubnis: 3 Punkte
Punkte ohne Führerschein: Was dann passiert
Auch wer keinen Führerschein besitzt, bekommt Punkte, wenn der Verstoß eintragungspflichtig ist. Das Register führt Personen unabhängig davon, ob sie eine Fahrerlaubnis haben. Ohne Führerschein gibt es allerdings nichts zu entziehen. Die Stufen aus Vormerkung, Ermahnung und Verwarnung laufen deshalb ins Leere, und auch bei acht Punkten passiert zunächst nichts. Ein Fahrverbot ist für Radfahrer ebenfalls ausgeschlossen, weil es nach § 25 StVG nur für das Führen von Kraftfahrzeugen gilt.
Die Einträge bleiben jedoch gespeichert. Wer später den Führerschein macht, kann mit alten Punkten aus Radfahrerzeiten starten. Bei einer Alkoholfahrt mit dem Rad kann die Führerscheinstelle außerdem eine MPU verlangen, sobald jemand die Fahrerlaubnis beantragt. Wer wegen einer Trunkenheitsfahrt mit dem Fahrrad auffällt, muss also mit einer MPU rechnen, auch ohne je ein Auto gefahren zu sein. Einzelheiten zur MPU finden Sie in einem eigenen Ratgeber.
Wie sich Punkte auf Autofahrer auswirken
Besitzer eines Führerscheins haben nur ein einziges Punktekonto. Punkte aus Verkehrsverstößen mit dem Fahrrad werden mit Punkten aus Autofahrten zusammengezählt. Ein Rotlichtverstoß auf dem Rad kann so dazu beitragen, dass die nächste Stufe erreicht wird. Die Behörde handelt nach folgendem Schema: Bei 1 bis 3 Punkten gibt es eine Vormerkung, bei 4 bis 5 Punkten eine Ermahnung, bei 6 bis 7 Punkten eine Verwarnung. Ab 8 Punkten gilt die Fahrerlaubnis als entzogen.
Wer zwischen 1 und 5 Punkten hat, kann freiwillig ein Fahreignungsseminar besuchen und einen Punkt abbauen. Das ist einmal in fünf Jahren möglich. Den aktuellen Stand erfahren Sie über die Punktestand-Abfrage beim Kraftfahrt-Bundesamt. Fahranfänger in der Probezeit sollten bei jedem Eintrag genau hinschauen, weil dort zusätzliche Maßnahmen drohen können.
Tilgungsfristen im Überblick
Wie lange ein Punkt im Register bleibt, richtet sich nach der Art des Verstoßes. Die Frist beginnt mit der Rechtskraft der Entscheidung, nicht mit dem Tag der Fahrt. Bei Bußgeldbescheiden ist das meist der Tag, an dem die Einspruchsfrist abläuft.
| Art des Eintrags | Punkte | Tilgungsfrist |
|---|---|---|
| Ordnungswidrigkeit, etwa Rotlicht auf dem Rad | 1 | 2,5 Jahre |
| Straftat ohne Entziehung der Fahrerlaubnis | 2 | 5 Jahre |
| Straftat mit Entziehung der Fahrerlaubnis | 3 | 10 Jahre |
Neue Einträge können die Tilgung älterer Punkte verzögern. Wer sein persönliches Datum wissen will, kann den Tilgungsfrist-Rechner nutzen oder die Auskunft beim Kraftfahrt-Bundesamt anfordern. Das ist bei Verstößen aus dem Jahr 2026 ebenso sinnvoll wie bei älteren, weil sich Fristen und Punktestände mit der Zeit verschieben.
Weitere Fahrrad-Verkehrsverstöße und ihre Strafen
Neben Rotlicht, Handy und Alkohol enthält der Bußgeldkatalog Fahrrad eine Reihe kleinerer Tatbestände. Sie kommen im Alltag deutlich häufiger vor und enden meist mit einem Verwarngeld im niedrigen zweistelligen Bereich. Wer dabei andere behindert, gefährdet oder einen Unfall verursacht, zahlt aber mehr. Diese Staffelung gilt für die meisten Fahrrad Verkehrsverstöße. Welche Beträge für Radfahrer Bußgelder 2026 bei Beleuchtung und Radweg genannt werden, zeigt die folgende Übersicht.
| Verstoß | Ohne Folgen | Mit Behinderung oder Gefährdung | Mit Unfall |
|---|---|---|---|
| Radweg nicht benutzt | ab 20 € | bis 30 € (Behinderung) | bis 35 € |
| Beleuchtung bei Dunkelheit fehlt | 20 € | 25 € (Gefährdung) | 35 € |
Die Beträge stammen aus den Übersichten von anwalt.org. Da solche Verwarngelder unter 60 € liegen, bringen sie in der Regel keine Punkte in Flensburg mit sich. Bei Punkten in Flensburg für Radfahrer sind vor allem teurere Tatbestände wie Rotlicht oder Alkohol relevant.
Fehlende Beleuchtung bei Dunkelheit
Ein Fahrrad braucht bei Dämmerung, Dunkelheit und schlechter Sicht vorn ein weißes Licht und hinten ein rotes Rücklicht. Dazu kommen Reflektoren an Pedalen, Speichen oder Reifen sowie ein roter Rückstrahler. Batterie- und Akkuleuchten sind erlaubt, sie müssen aber fest am Rad angebracht sein und funktionieren. Wer nur ein Licht in der Hand trägt, erfüllt die Vorschrift nicht.
Fehlt die Beleuchtung, kostet das nach den genannten Angaben 20 €. Wird dadurch jemand gefährdet, sind es 25 €, bei einem Unfall 35 €. Das Fahrrad Bußgeld fällt also niedrig aus, das Risiko ist aber groß: Ein Rad ohne Licht wird von Autofahrern oft zu spät gesehen. Auch bei einem Unfall ohne eigenes Verschulden kann ein fehlendes Licht die Haftungsfrage zu Ungunsten des Radfahrers verschieben. Zur Technik an Fahrzeugen allgemein gibt es einen Überblick zum Verstoß bei Reifen und Beleuchtung.
Radweg nicht benutzt oder Gehweg befahren
Eine Radwegepflicht besteht nur dort, wo ein blaues Verkehrszeichen sie anordnet, zum Beispiel ein Radweg- oder ein gemeinsames Geh- und Radwegschild. Ist der Weg nicht beschildert, dürfen Radfahrer die Fahrbahn nutzen. Wer auf der Fahrbahn fährt, obwohl ein benutzungspflichtiger Radweg vorhanden ist, muss ab 20 € zahlen. Wird dadurch jemand behindert, steigt der Betrag auf bis zu 30 €, bei einem Unfall auf bis zu 35 €.
Auf dem Gehweg haben Radfahrer grundsätzlich nichts verloren. Ausnahmen gelten für Kinder: Bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen sie auf dem Gehweg fahren, bis zum zehnten Lebensjahr dürfen sie es. Eine Begleitperson ab 16 Jahren darf mit dem Rad auf dem Gehweg neben dem Kind fahren. Erwachsene, die den Gehweg trotzdem befahren, müssen mit einem Verwarngeld rechnen, das bei Behinderung oder Gefährdung von Fußgängern höher ausfällt. Den genauen Betrag sollte man im aktuellen Katalog prüfen, weil er je nach Tatbestandsvariante abweicht.
Nebeneinanderfahren und Einbahnstraße in falscher Richtung
Nach § 2 Abs. 4 StVO dürfen Radfahrer nebeneinander fahren, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird. Auf einer schmalen Straße mit Gegenverkehr oder wenn ein Auto zum Überholen ansetzt, ist das Nebeneinanderfahren damit verboten. Auf Radwegen und in Fahrradstraßen ist es dagegen erlaubt. Ein Verstoß wird als Ordnungswidrigkeit mit einem kleinen Verwarngeld geahndet, bei Behinderung kommt ein höherer Betrag zustande.
Wer in einer Einbahnstraße gegen die Fahrtrichtung fährt, begeht ebenfalls einen Verstoß. Eine Ausnahme gilt, wenn ein Zusatzzeichen „Radverkehr frei" die Straße für Radfahrer in beide Richtungen öffnet. Viele Städte haben solche Regelungen eingeführt, es lohnt sich deshalb, auf die Beschilderung zu achten. Die Höhe der Strafe hängt auch hier von Behinderung, Gefährdung oder einem Unfall ab. Solche Verstöße haben oft Folgen, wenn ein entgegenkommendes Auto nicht mit einem Radfahrer rechnet.
Klingel und Bremsen: Mängel am Fahrrad
Ein verkehrssicheres Fahrrad muss eine helltönende Klingel haben. Hupen, Trillerpfeifen oder Fahrradhörner sind nicht zulässig. Außerdem sind zwei voneinander unabhängige Bremsen vorgeschrieben, in der Regel je eine für Vorder- und Hinterrad. Bei Rädern mit Rücktrittbremse zählt diese als eine der beiden Bremsen. Eine defekte oder fehlende Bremse wiegt schwerer als eine fehlende Klingel, weil sie unmittelbar die Verkehrssicherheit betrifft.
- Vorschriftsmäßige Klingel am Lenker, die laut genug zu hören ist
- Zwei funktionierende, voneinander unabhängige Bremsen
- Weißes Frontlicht, rotes Rücklicht und Reflektoren
- Bremsbeläge, Bremszüge und Reifen regelmäßig prüfen
Bei technischen Mängeln fällt das Verwarngeld meist gering aus, kann aber bei einem Unfall zum Problem werden. Wer nachweislich mit defekten Bremsen oder ohne Licht gefahren ist, kann bei der Schadensregulierung teilweise für den Unfall verantwortlich gemacht werden. Hat man einen Bescheid zu einem dieser Verstöße erhalten, lässt sich im Einzelfall prüfen, ob ein Bußgeldeinspruch sinnvoll ist, etwa bei unklarer Beschilderung oder fehlerhaften Angaben im Bescheid.
Bußgeldbescheid erhalten: Einspruch und Fristen
Wer als Radfahrer bei Rot gefahren ist oder das Handy in der Hand hatte, bekommt oft Wochen später Post von der Bußgeldstelle. Welche Summen im Bußgeldkatalog Fahrrad stehen, ist das eine. Das andere ist der Ablauf danach: Welches Schreiben kommt zuerst, wie lange bleibt Zeit zu reagieren, und wann lohnt sich Widerstand? Einen Überblick über den gesamten Ablauf finden Sie im Ablauf des Bußgeldverfahrens.
Anhörungsbogen richtig verstehen
Der Anhörungsbogen ist meist das erste Schreiben. Die Behörde teilt Ihnen darin mit, welcher Verstoß Ihnen vorgeworfen wird, und gibt Gelegenheit zur Stellungnahme. Es ist noch kein Bescheid, und es muss noch nichts gezahlt werden. Bei Radfahrern kommt der Bogen häufig, wenn die Polizei den Verstoß aufgenommen hat, Sie aber vor Ort nicht verwarnt wurden. Mehr zum Schreiben selbst steht in unserem Ratgeber zum Anhörungsbogen.
Pflicht sind nur die Angaben zur Person, also Name, Anschrift und Geburtsdatum. Zur Sache selbst müssen Sie sich nicht äußern, und ein Schweigen darf Ihnen nicht zum Nachteil ausgelegt werden. Viele füllen den Bogen trotzdem vorschnell aus und räumen den Verstoß ein, ohne zu wissen, dass sie damit die eigene Verteidigung schwächen. Prüfen Sie zuerst, ob Tatort, Uhrzeit und der Vorwurf stimmen. Behörden nennen im Bogen meist eine Frist zur Rückmeldung. Sie ist keine gesetzliche Ausschlussfrist, sollte aber nicht einfach verstreichen.
Zwei Wochen Einspruchsfrist nach Zustellung
Kommt nach dem Anhörungsbogen der Bußgeldbescheid, gilt eine feste Frist: Sie haben zwei Wochen ab Zustellung Zeit, Einspruch einzulegen. Das Zustelldatum steht auf dem Umschlag, der Bescheid wird meist per Post mit Zustellungsurkunde übergeben. Heben Sie den Umschlag deshalb auf. Der Einspruch muss schriftlich bei der Behörde eingehen, die den Bescheid erlassen hat, oder dort zur Niederschrift erklärt werden. Eine Begründung ist zunächst nicht nötig. Wie sich die Frist genau berechnet, zeigt der Fristrechner für Einspruch.
- Bußgeldbescheid (zum Beispiel für Fahrrad Bußgeld wegen Rotlicht oder Handy): zwei Wochen ab Zustellung
- Strafbefehl (etwa bei einer Trunkenheitsfahrt auf dem Rad): ebenfalls zwei Wochen ab Zustellung
- Einspruch immer schriftlich oder zur Niederschrift, am besten mit Nachweis über den Eingang
- Bei unverschuldet versäumter Frist ist ein Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand möglich
Wer die Frist verpasst, dessen Bescheid wird rechtskräftig. Das hat Folgen über die Zahlung hinaus: Bei Verstößen mit Punkten werden diese eingetragen. Das betrifft auch Punkte in Flensburg für Radfahrer, etwa bei Rotlichtverstößen ab 60 €, die laut anwalt.org einen Punkt nach sich ziehen. Ein Einspruch kann außerdem zurückgenommen werden, solange das Gericht noch nicht entschieden hat. Er verpflichtet also zu nichts, solange Sie sich die Kosten ansehen.
Wann sich ein Anwalt für Verkehrsrecht lohnt
Bei einem einfachen Verstoß mit 20 oder 55 € Bußgeld und ohne Punkt rechnet sich anwaltliche Hilfe selten, es sei denn, eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten. Anders sieht es aus, sobald mehr auf dem Spiel steht. Das gilt etwa, wenn ein Punkt oder eine Eintragung droht, wenn bei einem Unfall Schadensersatz im Raum steht oder wenn der Vorwurf auf einer Schätzung beruht, zum Beispiel bei der Dauer einer Rotphase. Besonders ernst ist eine Alkoholfahrt auf dem Rad: Sie ist ab 1,6 Promille eine Straftat, und Strafbefehl, Führerschein und Fahrrad betrunken MPU hängen dann zusammen. Wie das Verfahren dort abläuft, steht im Ratgeber zur MPU.
Ein Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und prüfen, ob Messung, Zeugenaussage oder Zustellung fehlerfrei waren. Ob ein Einspruch Erfolg hat, hängt meist an Formfehlern oder Beweislücken, nicht daran, ob die Tat „eigentlich" geschehen ist. Fragen Sie vor der Beauftragung nach den voraussichtlichen Kosten und klären Sie mit Ihrer Versicherung, ob eine Deckungszusage vorliegt. Eine erste Einschätzung bietet auch die kostenlose Prüfung des Bescheids.
Aktuelle Debatte um höhere Strafen bei Handyverstößen
Derzeit gilt für Handy auf dem Fahrrad Bußgeld grundsätzlich 55 €, bei Gefährdung 75 € und bei einem Unfall 100 €, wie unter anderem bussgeldkatalog.de aufführt. Im Umfeld des Verkehrsgerichtstags in Goslar wurde zuletzt über härtere Sanktionen bei Handyverstößen gesprochen, darunter Punkte und Bußgelder von bis zu 250 €. Beschlossen ist das bisher nicht, es handelt sich um Forderungen und Diskussionsvorschläge.
Für Ihren Bescheid heißt das: Maßgeblich ist das Recht zum Zeitpunkt der Tat. Sollten die Radfahrer Bußgelder 2026 später angehoben werden, gilt das nicht rückwirkend für Verstöße aus der Vergangenheit. Wer die Entwicklung verfolgen will, findet aktuelle Meldungen im Newsbereich. Bis dahin sollten Sie sich bei jedem Bescheid an die geltenden Beträge und die zweiwöchige Frist halten.
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Beim Bußgeldkatalog Fahrrad gilt 2026: Wer bei Rot fährt, am Lenker das Handy in die Hand nimmt oder alkoholisiert aufs Rad steigt, riskiert spürbare Strafen. Das Fahrrad Bußgeld für Rotlicht und Handy bleibt im Vergleich zum Auto meist niedriger, das Handy auf dem Fahrrad kostet laut StVO 55 Euro. Bei Alkohol ist es anders. Schon ab 0,3 Promille drohen Konsequenzen, wenn Ausfallerscheinungen oder ein Unfall dazukommen, und ab 1,6 Promille gilt man als absolut fahruntüchtig. Dann geht es um eine Straftat, mögliche Punkte in Flensburg und eine Anordnung zur MPU, die auch den Autoführerschein gefährden kann.
Unser Rat: Prüfen Sie bei jedem Verstoß, den Sie begangen haben oder dem Sie vorgeworfen werden, genau, was im Bescheid steht, und beachten Sie die Einspruchsfrist von zwei Wochen. Bei einem Strafverfahren wegen Trunkenheit oder bei einer MPU-Anordnung lohnt sich früh ein Fachanwalt für Verkehrsrecht. Am sichersten ist, bei Rot zu halten, das Smartphone in der Tasche zu lassen und nach Alkohol auf das Rad zu verzichten.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist das Bußgeld für Radfahrer bei Rot?
Ein einfacher Rotlichtverstoß kostet 60 Euro und einen Punkt in Flensburg. War die Ampel länger als eine Sekunde rot, sind es 100 Euro. Bei Gefährdung oder Sachbeschädigung steigt der Betrag auf bis zu 180 Euro.
Darf ich auf dem Fahrrad mein Handy benutzen?
Das Handy darf während der Fahrt nicht in die Hand genommen werden. Erlaubt ist die Bedienung per Sprachsteuerung oder Vorlesefunktion. Wer es trotzdem in der Hand hält, zahlt 55 Euro, bei Gefährdung oder Unfall mehr.
Wie viel Promille sind auf dem Fahrrad erlaubt?
Eine feste Erlaubnisgrenze gibt es nicht. Ab 1,6 Promille gilt man als absolut fahruntüchtig und macht sich strafbar. Schon ab 0,3 Promille kann das der Fall sein, wenn Ausfallerscheinungen oder ein Unfall hinzukommen.
Muss ich als Radfahrer bei Alkohol zur MPU?
Ab 1,6 Promille kann die Führerscheinstelle eine MPU anordnen, auch wenn Sie nur Rad gefahren sind. Besitzen Sie einen Führerschein, steht dieser dann auf dem Spiel.
Bekomme ich als Radfahrer Punkte in Flensburg?
Ja, bei Verstößen mit einem Bußgeld ab 60 Euro, zum Beispiel bei Rotlichtverstößen. Trunkenheit im Verkehr als Straftat bringt ebenfalls Punkte. Einen Führerschein brauchen Sie dafür nicht, der Eintrag erfolgt trotzdem.
Gilt das Alkoholverbot auch, wenn ich mein Fahrrad nur schiebe?
Wer sein Rad schiebt, gilt im Verkehrsrecht als Fußgänger. Eine Trunkenheitsfahrt liegt dann nicht vor.
Wie lange kann ich gegen einen Bußgeldbescheid Einspruch einlegen?
Der Einspruch ist innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Bescheids möglich. Er muss schriftlich oder zur Niederschrift bei der Behörde eingehen, die den Bescheid erlassen hat.
Quellen:
Bußgeldkatalog Fahrrad 2026: Strafen für Rotlicht, Handy und Alkohol*Laut VUT: Studie der VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co.KG