© KI generiert – bussgeldcheck.org | 23 km/h zu schnell in der 100er Zone
Sie sind außerorts mit 123 km/h bei Tempo 100 gemessen worden, nach Toleranzabzug gelten 23 km/h zu schnell. Dafür werden 100 Euro Bußgeld und ein Punkt fällig. In der Probezeit zählt dies als A-Verstoß.
🔍 Kostenlose Ersteinschätzung »1. Strafen auf einen Blick: 23 km/h zu schnell in der 100er Zone
| Überschreitung | 23 km/h über Tempo 100 (nach Toleranzabzug) |
| Tatsächlich gefahren | ca. 123 km/h (bei Tempo 100) |
| Bußgeld | 100 € |
| Punkte in Flensburg | 1 Punkt |
| Fahrverbot | Kein Regelfahrverbot |
| Probezeit | A-Verstoß: Verlängerung der Probezeit auf 4 Jahre, Aufbauseminar |
| Rechtsgrundlage | § 3 StVO i.V.m. BKat-Nr. 11.3 |
| Einspruchsfrist | 2 Wochen ab Zustellung des Bußgeldbescheids |
2. 23 km/h zu schnell in der 100er Zone: Was genau droht?
Bei 23 km/h Überschreitung außerorts waren Sie mit 123 km/h unterwegs. Das Bußgeld von 100 Euro plus Verwaltungsgebühren ergibt rund 128 Euro. Der Punkt bleibt 2,5 Jahre bestehen und wird bei 8 Punkten mit dem Führerscheinentzug sanktioniert.
ℹ️ Gut zu wissen: Punktesystem in Flensburg
- 1–3 Punkte: Vormerkung – keine weiteren Maßnahmen.
- 4–5 Punkte: Ermahnung durch die Fahrerlaubnisbehörde.
- 6–7 Punkte: Verwarnung mit dem Hinweis auf drohenden Entzug.
- 8 Punkte: Entzug der Fahrerlaubnis.
- Punkte für Ordnungswidrigkeiten werden nach 2,5 Jahren getilgt.
3. Bußgeldtabelle: Geschwindigkeitsverstöße bei Tempo 100 (außerorts)
Die folgende Tabelle zeigt alle Bußgeldstufen für Geschwindigkeitsüberschreitungen außerorts. Ihre Stufe (23 km/h zu schnell) ist farblich hervorgehoben:
| Überschreitung | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| 1–10 km/h | 20 € | – | – |
| 11–15 km/h | 40 € | – | – |
| 16–20 km/h | 60 € | – | – |
| 21–25 km/h ← Sie | 100 € | 1 Pkt. | – |
| 26–30 km/h | 150 € | 1 Pkt. | FV bei Wiederholung |
| 31–40 km/h | 200 € | 1 Pkt. | 1 Mon. |
| 41–50 km/h | 320 € | 2 Pkt. | 1 Mon. |
| 51–60 km/h | 480 € | 2 Pkt. | 2 Mon. |
| 61–70 km/h | 600 € | 2 Pkt. | 3 Mon. |
| über 70 km/h | 700 € | 2 Pkt. | 3 Mon. |
ℹ️ Hinweise zur Bußgeldtabelle
- Die Bußgelder gelten für den außerörtlichen Bereich (Bußgeldkatalog 2024/2026).
- Zuzüglich zum Bußgeld können Verwaltungsgebühren und Auslagen von ca. 28,50 € anfallen.
- Bei Gefährdung oder Sachbeschädigung können die Bußgelder höher ausfallen.
- Die Tabelle zeigt Regelstrafen – im Einzelfall kann das Gericht abweichen.
4. Toleranzabzug: So wird Ihre tatsächliche Überschreitung berechnet
Bei jeder Geschwindigkeitsmessung wird ein sogenannter Toleranzabzug vorgenommen, um gerätebedingte Messungenauigkeiten auszugleichen. Für die Sanktion zählt nicht der angezeigte Wert auf dem Messgerät, sondern der Wert nach Abzug der Toleranz.
📐 Typischer Toleranzabzug
- Bis 100 km/h: 3 km/h Abzug (pauschal)
- Über 100 km/h: 3 % der gemessenen Geschwindigkeit (in der 100er Zone fast immer relevant!)
Beispiel für 23 km/h zu schnell: Bei einer Messung in der 100er Zone liegt Ihre tatsächliche Geschwindigkeit über 100 km/h, daher wird die Toleranz von 3 % angewendet. Um nach Abzug auf 123 km/h zu kommen, wurden Sie mit ca. 127 km/h gemessen. Nach Abzug der 3 %-Toleranz ergibt sich ein Wert von 123 km/h – das sind 23 km/h über dem Tempolimit von 100 km/h.
Wichtig: Der Toleranzabzug kann je nach Messverfahren variieren. Bei Videonachfahrsystemen beträgt die Toleranz teilweise 5 % der gemessenen Geschwindigkeit. Deshalb ist es ratsam, das genaue Messverfahren im Bußgeldbescheid zu prüfen.
5. Probezeit: Was bedeutet 23 km/h zu schnell für Fahranfänger?
Für Fahranfänger in der Probezeit ist eine Überschreitung von 23 km/h in der 100er Zone besonders folgenreich. Der Verstoß wird als A-Verstoß (schwerwiegender Verstoß) eingestuft. Das hat weitreichende Konsequenzen:
🚗 Folgen in der Probezeit bei 23 km/h zu schnell
- Probezeitverlängerung: Die Probezeit wird von 2 auf 4 Jahre verlängert.
- Aufbauseminar: Teilnahme an einem kostenpflichtigen Aufbauseminar (ca. 250–500 €) wird angeordnet.
- Bußgeld + Punkte: 100 € und 1 Punkt(e) kommen zusätzlich hinzu.
- Zweiter A-Verstoß: Bei einem weiteren A-Verstoß droht eine verkehrspsychologische Beratung. Beim dritten der Führerscheinentzug.
6. Wiederholungstäter-Regelung: Wann droht ein zusätzliches Fahrverbot?
Seit der StVO-Novelle gilt eine besondere Regelung für Wiederholungstäter bei Geschwindigkeitsverstößen. Diese greift unter folgenden Voraussetzungen:
🔁 Wiederholungstäter-Regel (§ 4 Abs. 2 BKatV)
- Sie werden innerhalb von 12 Monaten nach Rechtskraft eines ersten Verstoßes erneut erwischt.
- Beide Verstöße liegen bei mindestens 26 km/h zu schnell (egal ob inner- oder außerorts).
- Folge: 1 Monat Regelfahrverbot zusätzlich zum regulären Bußgeld.
Für Ihren Fall (23 km/h zu schnell): Ihr Verstoß liegt unter der 26-km/h-Schwelle. Die Wiederholungstäter-Regelung greift daher bei diesem konkreten Verstoß nicht. Allerdings zählt ein künftiger Verstoß mit 26 km/h oder mehr dann als Erstverstoß für die 12-Monats-Frist.
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7. Einspruch gegen den Bußgeldbescheid – Lohnt sich das?
Bei 23 km/h zu schnell lohnt sich die Prüfung, besonders weil außerorts der prozentuale Toleranzabzug (3 %) gelten kann. Rechtsanwalt Kay Stolle kann durch Akteneinsicht feststellen, ob die Messung korrekt war.
Häufige Fehler in Bußgeldbescheiden
⚠️ Diese Fehler kommen regelmäßig vor
- Abgelaufener Eichschein: Messgeräte müssen regelmäßig geeicht werden. Ist der Eichschein abgelaufen, kann die Messung ungültig sein.
- Falscher Toleranzabzug: Der im Bescheid angegebene Wert stimmt nicht mit dem tatsächlichen Abzug überein.
- Fehlerhafte Fahreridentifizierung: Das Blitzerfoto zeigt eine andere Person oder ist zu unscharf für eine sichere Zuordnung.
- Fehlende Beschilderung: Die 100er-Zone war nicht ordnungsgemäß ausgeschildert oder das Schild war verdeckt.
- Falsche Messstelle: Der Mindestabstand zwischen Temposchild und Messstelle wurde nicht eingehalten.
- Verjährung: Der Bußgeldbescheid muss innerhalb von 3 Monaten nach dem Verstoß zugestellt werden.
Kostenübernahme durch Rechtsschutzversicherung
Wenn Sie eine Verkehrsrechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese in der Regel die gesamten Anwalts- und Verfahrenskosten für den Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid. Das bedeutet: Sie haben kein finanzielles Risiko und können den Bescheid professionell prüfen lassen. Auch ohne Rechtsschutz bietet die Kanzlei Stolle eine kostenlose Ersteinschätzung an.
8. 23 km/h zu schnell in der 100er Zone – Was sollten Sie jetzt tun?
Ob Anhörungsbogen, Zeugenfragebogen oder Bußgeldbescheid – nach einem Geschwindigkeitsverstoß in der 100er Zone ist schnelles und überlegtes Handeln wichtig. Hier ist Ihre Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Ruhe bewahren: Zahlen Sie nicht sofort und machen Sie keine voreiligen Angaben auf dem Anhörungsbogen. Sie haben das Recht zu schweigen.
- Fristen prüfen: Die Einspruchsfrist beträgt 2 Wochen ab Zustellung des Bußgeldbescheids. Notieren Sie das Zustelldatum sofort.
- Bescheid prüfen lassen: Nutzen Sie die kostenlose Ersteinschätzung der Kanzlei Stolle. Die Anwälte prüfen Messung, Verfahren und Fristen.
- Akteneinsicht beantragen: Über Ihren Anwalt können Sie Einsicht in die Messakte nehmen – inklusive Eichschein, Messprotokoll und Rohmessdaten.
- Entscheidung treffen: Basierend auf der Prüfung empfiehlt Ihr Anwalt, ob ein Einspruch Erfolg verspricht oder die Zahlung sinnvoller ist.
✅ Tipp: Anhörungsbogen richtig ausfüllen
- Machen Sie keine Angaben zur Sache – nur die Personalien müssen ausgefüllt werden.
- Schreiben Sie nicht, dass Sie gefahren sind – das kann als Geständnis gewertet werden.
- Senden Sie den Bogen fristgerecht zurück oder lassen Sie ihn von einem Anwalt beantworten.
„Viele Betroffene zahlen ihren Bußgeldbescheid vorschnell, ohne zu wissen, dass Messfehler und Verfahrensfehler häufiger vorkommen als gedacht. Gerade bei Tempo-100-Zonen lohnt sich eine professionelle Prüfung – jeder Kilometer pro Stunde kann über Punkte oder Fahrverbot entscheiden."
9. Häufig gestellte Fragen: 23 km/h zu schnell in der 100er Zone
10. Weitere Geschwindigkeitsverstöße in der 100er Zone
Informieren Sie sich auch über andere Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Tempo-100-Zone:
*Laut VUT: Studie der VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co.KG