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Blitzer-Apps: Erlaubt oder verboten? Bußgeld und Rechtslage

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Von: Saad Bouziane Spezialisierter Autor für Verkehrsrecht Stand: 20.05.2026
Blitzer-Apps: Erlaubt oder verboten? Bußgeld und Rechtslage
© Ki generiert von bussgeldcheck.org | Blitzer-Apps

💡 Das Wichtigste in Kürze

  • Als Fahrer dürfen Sie Blitzer-Apps nicht nutzen:
    Das aktive Verwenden während der Fahrt ist nach § 23 Abs. 1c StVO verboten.
  • Es drohen 75 € und 1 Punkt:
    Wer eine Blitzer-App oder ein Warngerät einsetzt, riskiert ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg.
  • Beifahrer dürfen warnen – theoretisch:
    Das Verbot richtet sich an den Fahrer; in der Praxis ist die Abgrenzung aber heikel.

Blitzer-Apps und Radarwarner sind beliebt – und für Fahrer rechtlich heikel. Seit 2020 stellt die Straßenverkehrs-Ordnung ausdrücklich klar, dass solche Warnfunktionen am Steuer nicht genutzt werden dürfen. Wer trotzdem geblitzt wird, hat dann gleich zwei Probleme.

Rechtsgrundlage ist § 23 StVO. Dieser Ratgeber erklärt, was genau verboten ist, was es kostet und welche Alternativen es gibt.

Rechtsanwalt Kay Stolle
"Angesichts stetig steigender Bußgelder lohnt es sich, Bußgeldbescheide nicht einfach hinzunehmen. Jede Sanktion muss rechtlich sauber begründet sein und genau da setzen wir an."
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Sind Blitzer-Apps verboten?

Ja – für den Fahrer. Nach § 23 Abs. 1c StVO darf ein Fahrzeugführer ein technisches Gerät nicht betreiben oder bereithalten, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das umfasst klassische Radarwarngeräte ebenso wie Blitzer-Apps auf dem Smartphone, wenn deren Warnfunktion während der Fahrt aktiv ist.

📌 Merksatz

Verboten ist nicht der Besitz der App, sondern ihr Einsatz als Warner während der Fahrt.

Bußgeld und Punkte

VerstoßBußgeldPunkte
Blitzer-App/Radarwarner als Fahrer genutzt75 €1

Zusätzlich kann das Gerät beziehungsweise die Nutzung untersagt werden. Kommt noch ein Handyverstoß hinzu, summieren sich die Folgen.

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Was ist erlaubt?

Erlaubt bleiben allgemeine Verkehrsmeldungen, etwa Hinweise im Radio oder in Navigationssystemen, die nicht gezielt einzelne Messstellen anzeigen. Auch darf ein Beifahrer grundsätzlich eine App bedienen – das Verbot richtet sich ausdrücklich an den Fahrer. In der Praxis ist diese Abgrenzung jedoch schwierig und im Streitfall schwer nachzuweisen.

Was Sie beachten sollten

Die zuverlässigste Strategie gegen Bußgelder ist nicht die App, sondern das Einhalten der Tempolimits. Wurden Sie dennoch geblitzt, lohnt bei hohen Sanktionen ein Blick in den Bußgeldbescheid – Messungen sind nicht immer fehlerfrei.

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Fazit

Blitzer-Apps sind für den Fahrer tabu: 75 € und 1 Punkt sind teurer als die meisten Tempoverstöße, vor denen sie warnen sollen. Wer sicher fahren will, verlässt sich besser auf vorausschauendes Fahren als auf riskante Technik.

Häufig gestellte Fragen zu Blitzer-Apps:


Quellen:

§ 23 StVO, Wikipedia: Radarwarner

*Laut VUT: Studie der VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co.KG